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Schloß Neuhaus

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Infusionstherapie

Ähnlich einem Schifffahrtskanalnetz ist unser Blutkreislauf ein Transportsystem, über das die Versorgung (Sauerstoff und Nährstoffe wie z. B. Fette, Zucke oder Eiweiße) und Entsorgung (u .a. Kohlenmonoxid, Harnstoffe) unseres Körpers erfolgen. Es ist aber zugleich auch ein Informationssystem, indem es Botenstoffe wie z. B. Hormone transportiert. Diese vielfältigen Funktionen macht man sich zum einen bei der Diagnose zunutze, indem man durch die Analyse der Zusammensetzung des Blutes vielfältige Werte erheben kann, die auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Umgekehrt nutzt man dieses System auch zur Notversorgung, wenn der Patient nicht oder nicht ausreichend über Trinken und Essen versorgt werden kann.

Die Infusionstherapie nutzt dieses Prinzip nicht nur zur Notversorgung des Körpers, sondern auch, um gezielt und genauer dosiert den menschlichen Körper mit Medikamenten, Nähr- und Vitalstoffen oder auch Flüssigkeit zu versorgen.

So vielfältig das Transportsystem Blutkreislauf für die Ver- und Entsorgung im Körper genutzt wird, so vielfältig sind auch die therapeutischen Möglichkeiten. Je nach Therapieansatz kann man folgende Arten unterscheiden:

  • Aufbau- und Immunisierungsinfusionen,
  • Durchblutungsförderung Infusionen,
  • basische Infusionen,
  • Vitamin C-Hochdosis-Infusionen,
  • Infusionen zum Stressabbau.

Besondere Aufmerksamkeit haben in den letzten Jahren die Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen erlangt, weil sie u. a. bei der Brustkrebstherapie eingesetzt werden. Vitamin C ist an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt und kann als Aktivator des Zellstoffwechsels betrachtet werden; es dient zum Zellaufbau, zur Zellentgiftung und zum Zellschutz.

Normalerweise wird Vitamin C in genügender Menge aus der Nahrung über den Dünndarm aufgenommen. Was zu viel ist, scheidet der Körper über den Darm wieder aus. In bestimmten Lebenssituationen kann jedoch der Vitamin-C-Bedarf höher sein, als er über den Verzehr zugeführt werden kann oder es kann ein Defizit entstehen, wenn die Darmschleimhäute nicht genügend funktionieren.